Tablettenpresse PP 40
Stabile, hochwertige Presslinge sind eine wichtige Voraussetzung für die zuverlässige Röntgenfluoreszenzanalytik. Mit der PP 40 bietet RETSCH eine Tablettenpresse an, die verschiedene Materialien wie Schlacke, Erze, Mineralien oder Zement zu einer bruchfesten Tablette mit glatter Oberfläche presst.
Die PP 40 verfügt über eine individuelle Presskraftregelung im Bereich von 50 bis 400 kN. Sie steuert nicht nur die Höhe der Presskraft, sondern auch deren Aufbau, Haltezeit und anschließende Entlastung. Das reduziert die inneren Spannungen der Probe und ermöglicht auch einwandfreies Verpressen anspruchsvoller Materialien.
Anwendungsbeispiele
Erze, Mineralien, Rohmaterialien, Schlacke, Zement, ...
Vorteile
- individuelle Presskraftregelung von 50 – 400 kN
- Ein-Knopf-Bedienung mit Grafikdisplay
- 32 Bearbeitungsprogramme
- Presswerkzeuge für unterschiedliche Durchmesser, Aluminiumbecher
- auch für sehr harte Materialien geeignet
- Gegenplatte aus Wolframcarbid
- einfache und sichere Bedienung
- CE-konforme Ausführung
- 2 Jahre Gewährleistung
Leistungsmerkmale
| Einsatzgebiet | Erstellen von Presslingen für die Spektralanalytik |
| Anwendungsbereich | Baustoffe, Chemie / Kunststoffe, Glas / Keramik, Mineralogie / Hüttenwesen, Umwelt |
| Max. Pressdruck | 40 t, automatische Presse |
| Presskraft | 5 - 40 t (50 - 400 kN) |
| Presskraftanstiegszeit/-anhaltezeit/-abfallzeit | jeweils 5 - 600 s |
| Parameterkombinationen | 32 |
| Stahlringe (Außen-Ø / Innen-Ø) | 51.5 mm / 35 mm 40 mm / 35 mm (max. Presskraft 20 t) 40 mm / 32 mm |
| Aluminiumbecher (Außen-Ø) | 40 mm |
| B x H x T | 836 x 1220 x 780 mm |
| Gewicht, netto | 345 kg |
| *abhängig vom Probenmaterial und Gerätekonfiguration/-einstellungen |
Funktionsprinzip
Ein Stahlring oder Aluminiumbecher wird in das Presswerkzeug der PP 40 eingelegt und die Probe über einen Trichter eingefüllt. Der Stahlring mit der Probe wird dann unter die Druckplatte geschoben und der Pressvorgang gestartet. Während der Presskraftanstiegszeit nimmt die Dichte des Pulvers bis maximal auf den Wert der Feststoffdichte zu. Durch richtige Einstellung der Presskraftanstiegszeit bei der PP 40 kann die Luft, die sich in den Hohlräumen des Ausgangspulvers befindet, ausgepresst werden, was die Stabilität der Tablette erhöht. Die maximale Presskraft muss über eine bestimmte Zeit aufrecht erhalten werden, damit sich die interpartikulären Haftkräfte voll ausbilden können und ein Maximum an Festigkeit erreicht wird. Die PP 40 erlaubt die Vorwahl der Presskraftanhaltezeit über einen Zeitraum von 600 Sekunden. Beim Tablettenpressen verursacht die axiale Bewegung der Partikeln am Ring Reibkräfte, die wiederum für die Ausbildung eines mehrachsigen Spannungszustands verantwortlich sind. Darum ist es wichtig, einen gleichmäßigen Spannungsabbau zu erzielen, da eine zu schnelle Druckentlastung zur Zerstörung der Tablette führen kann. Die Presskraftabfallzeit kann bei der PP 40 so eingestellt werden, dass ein gleichmäßiger Spannungsabbau gewährleistet ist.
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